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Bereits im März war YouTube für einige tage gesperrt nachdem Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk dort in einen Video beleidigte würde.

Nun sind auf den Portal wieder Videos veröffentlicht worden, die Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk, Präsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan beleidigt hätten.

Ein Gericht in Sivas im Osten des Landes wies die Telekommunikationsbehörden am Dienstag an, den Zugang zu YouTube zu blockieren. Das Gericht sei eine Klage eines ortsansässigen Bürgers gefolgt, hieß es.

YouTube wird wahrscheinlich wie im März die betroffenen Videos löschen.

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Der türkische Ministerpräsident Erdogan geht davon aus, dass seine Partei bei den Wahlen am 22. Juli als deutlicher Sieger hervorgehen wird. Auch in den Umfragen hatte kommt die religiös-konservative Partei auf bis zu 41 Prozent der Stimmen, womit sie auf einen Koalitionspartner verzichten könnte.

Durch öffentliche Proteste und einen „e-Putsch“ der Armee im Streit um den geplanten von Präsident Ahmet Necdet Sezer flammte der Konflikt Ende April so heftig auf, dass Erdogan vorgezogene Wahlen ansetzte.

Nun möchte der EU-Erweiterungskommissar Rehn in den Beitrittsgesprächen mit der Türkei die Zusammenarbeit im Energiesektor ausbauen.

„Die Beitrittsverhandlungen sind ein geeignetes Mittel, die Kooperation zwischen der EU und der Türkei auf dem Energiesektor zu verstärken.“via Basler Zeitung

Warum die Eile ?

Die geplante Gaspipeline Nabucco bei dem der Iran und auch Turkmenistan jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas mit der geplanten Gaspipeline Nabucco über die Türkei nach Europa liefern. Der österreichische Energiekonzern OMV will mit der Nabucco-Pipeline Europa Gasvorkommen vor allem im Iran zugänglich machen.
siehe Interview

Angst vor einer russischen Abhängigkeit treibt die EU an. Und lässt so die Türkei in die EU und den Iran mit der EU gute Geschäfte machen.

Mehr zum Thema:
Türkei: Putsch oder Scharia
Weltwoche: Aufmarsch der Frommen
EU gibt insgeheim Millionen Euro Steuergelder aus, um FÜR den Türkei-Beitritt zu werben

Die irakische Regierung hat die Türkei am Samstag beschuldigt, kurdische Dörfer im Nordirak bombardiert zu haben. Die türkische Armee hat zuvor den Kurden im Nordirak mit Konsequenzen gedroht, sollte in dem Gebiet stationierten türkischen Soldaten etwas zustoßen. Rund 200.000 Soldaten stehen seit Wochen im Grenzgebiet zum Irak für einen Einmarsch bereit.

Die türkische Regierung spricht von einer Sperrzone für Militärübungen. Die Truppen an der irakischen Grenze sollen dort Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) beobachten, die nach türkischen Angaben Stellung in den bergigen Grenzgebiet zur Türkei bezogen haben sollen.
Die PKK hat ihren im Februar 2000 angekündigten „Waffenstillstand“ 2003 wieder aufgehoben. Und es gibt zumindest Hinweise aus Geheimdienstkreisen, dass Syrien – das ja auch die Terrorgruppen Hamas und Hizbollah unterstützt – den kurdischen Terroristen ebenfalls wieder Geld und Waffen zufließen lässt.

Schon im lauf der Woche gab es einen Zwischenfall an einem Kontrollpunkt in der nordirakischen Stadt Suleimanijah. Am Freitag berichteten irakische Kurden den Beschuss von Grenzdörfern in den Provinzen Dahuk und Erbil durch die türkische Artillerie.

Eine Militärische Operation auf irakischem Staatsgebiet würde die Souveränität des Irak verletzten und wäre eindeutig völkerrechtswidrig.

Wie der NATO-Partner und (Regierungs)Schutzmacht die USA auf einen Einmarsch reagieren wird, ist nicht zu sagen.

Mehr zum Thema:
„Für alles bereit“
Die Türken sind als einziger NATO-Partner der USA im Irak unerwünscht

Wo fängt Europa an und wo endet es ?

Wenn Machalis N. Katsigeras in seinen Artikel meint das bei der Frage der Grenzen Europas,historische, kulturelle und menschliche Faktoren die Sache verkomplizieren. Stellt sich die Frage was zieht man dann zu Klärung der Frage herran ?

Orhan Pamuk nimmt seinen Fussballclub Galatasaray. schliesslich spielt dieser ja in der europäischen Liga. Das macht aber Maccabi Haifa auch. Und ein Blick auf die Weltkarte hilft da auch nicht weiter.
Artikel: Orhan Pamuk über die Europareife der Türkei

Frage der Definition

Der Beginn Europas:
Nimmt man Herodot und seine Definition mit der Unterscheidung, geographisch die bis heute gültige von Orient und Okzident hat.
Erstreckte sich Europa gemäss Herodots Darstellung weit in den Norden, etwa so weit wie bis zur Nordsee, im Nordosten bis zum Don und zum Asowschen Meer. Und schon damals ein ursprünglichen Akt einer doppelten Grenzziehung, einer wenn auch vage gebliebenen geographischen, gerade in der Lage, Ost und West zu unterscheiden, und einer zweiten, bedeutenderen, weil anhand kultureller Distanz definierten.
Die kulturell der von „Griechen“ („wir“, wie Herodot schreibt) und „Barbaren„.

Heutige Grenzen :
Nach geographischen Gesichtspunkten ist eine Bestimmung der Grenzen der EU genauso schwierig wie zu Zeiten Herodots, da der Kontinent Europa ohne feste natürliche Grenzen im Osten in den asiatischen Kontinent übergeht. Außerdem liegen die Türkei und Russland mit einem Teil ihres Staatsgebiets in Europa und mit dem größeren Teil in Asien.

Strategische Grenzen:
Warum nur sollte sich Europa so attraktive Nachbarn wie den chaotischen Irak, die syrische Diktatur, die iranische Theokratie und erodierende Staaten wie Georgien und Armenien zulegen, überdies auch noch die explosive Kurdenfrage zu einem ihrer Binnenprobleme machen?
Um im geopolitischen Spiel eine Macht darzustellen, braucht Europa die Türkei. Doch hier wird mit geradezu neurotische Druck versucht, Kleinasien endlich als „europäisch“ anzuerkennen. Und eine mögliche Gefahr verdrängt.

Politische Grenzen:
Gab es je das Europa politisch ? Im Teil.2 wurde das Kerneuropa kurz angesprochen, auch wurde ein Kern-Europa gefordert als Motor für ein Europa der zwei Geschwindigkeiten.

Aus amerikanischer Sicht gab es ein geteiltes Europa ein „New“ und eins von Rumsfeld verächtlich als „altes Europa“ bezeichnetes.
Und sieht man das der ehemalige US Aussenminister Henry Kissinger bei einer Ansprache organisiert von der Türkischen Grossbank Akbank vor dem Treffen der Bilderberg in Istanbul mit dem Titel; „Globale Entwicklung und die Türkei“ merkt man schnell das für die USA die Türkei in die Europäische Gemeinschaft gehört.

Dass die Türkei ein Bestandteil des Europäischen Systems ist, hat eine extrem strategische Bedeutung.“

Und wenn der türkische Außenminister Abdullah Gül ein Essen für die 150 Teilnehmer des Bilderberg Treffen arrangiert scheint es, als würden die Beitrittsverhandlungen mit der Bilderberg Gruppe geführt.

Kulturelle Grenze:
Oder Kulturkreis, einige dogmatische Multikulti-Gutmenschen sehen darin geradezu ein Sakrileg diese aufzuzeigen aber sie existieren, für alle die eine Europäische Kultur als Gummiargument bezeichnen möchte ich Wolfgang Reinhard ; Lebensformen Europas Eine historische Kulturanthropologie ans Herz legen. Diese gemeinsamen geistigen und kulturellen Wurzeln Humanismus, Aufklärung und kritischer wissenschaftlicher Rationalismus haben die europäische Gesellschaft geprägt und bestimmen in hohem Maß die Identität der Europäischen Union.

Die Frage nach der Finalität Europas:
In Anbetracht der bevorstehenden Änderungen innerhalb der EU und Europas stellt sich die Frage nach der Zukunft politischer, kultureller und sozialer Identitäten und Grenzziehungen in Europa, sowie die nach den sich daraus ergebenden Konflikten neu aufwirft.
Mit der Aufnahme der 10 neuen Mitglieder wird deutlich, dass die prinzipielle Einladung an alle europäischen Staaten, Mitglieder der Gemeinschaft zu werden, wohl nicht länger aufrechterhalten werden kann. Die EU muss nun ihre räumliche Finalität festlegen, wenn sie nicht Gefahr laufen will, an Integrationskraft und -fähigkeit zu verlieren.
Wo fängt Europa an und wo endet es ? Vom Atlantik zum Ural, wie de Gaulle es formulierte, würde die Ukraine Mitglied der EU werden. Das gleiche gilt für die Balkanstaaten und die Maghreb-Länder.
Und wer will dann Israel und Palästina die Tür vor der Nase zuschlagen? Schließlich werden Interessen und strategisches Kalkül Gespräche mit Russland und den Staaten des Kaukasus erfordern.
Mit welchem Argument sollte es Armenien und Georgien verwehrt sein, Mitglied zu werden ?