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Nach langen zögern hat nun der Sudan einer gemeinsamen Friedenstruppe von Afrikanischer Union (AU) und UN für die Krisenregion Darfur zugestimmt. Die schlecht ausgestatteten 7000 AU-Friedenssoldaten waren bis jetzt nicht in der Lage, die Gewalt in Darfur zu stoppen.

Nach neusten Meldungen sollen zwischen 17.000 und 19.000 Soldaten sowie 3700 Polizisten in Darfur stationiert werden. Verschärfte US-Sanktionen gegen sudanesische Unternehmen traten letzte Woche in Kraft, und der UN-Sicherheitsrat billigte vor zwei Wochen prinzipiell einen neuen Plan für eine robuste Eingreiftruppe aus Soldaten der UNO und Afrikanischen Union (AU). Diese sogenannte hybride Truppe unter gemeinsamem Kommando wird nun Anfang kommender Woche im AU-Sicherheitsrat diskutiert, der in Äthiopien tagt. Noch gibt es scheinbar keine Einigung wer das Oberkommando über die Truppen haben wird. Der Sudan beharrt auf einer Kontrolle durch die AU, die UN wollen allerdings ebenfalls das Oberkommando innehaben.

Darfur-Konferenz am 25. Juni in Paris

Das kündigte der französische Staatschef Nicolas Sarkozy letzten Donnerstag am Rande des G-8-Gipfels in Heiligendamm an.

Amnesty International (ai) will mithilfe von Satellitenaufnahmen die sudanesische Unruheregion Darfur überwachen und ruft die Öffentlichkeit zur Mithilfe auf. Via Internetseite „eyesondarfur.org„, auf der aktuelle Luftaufnahmen von Darfur zu sehen sein werden, sollen Internetuser ein Auge auf die Vorgänge in der Konfliktregion zu haben. Es gehe vor allem um zwölf besonders bedrohte Dörfer, denen Angriffe von regierungsnahen arabischen Reitermilizen drohten.

Ausserdem wurde von Amnesty International (ai) das neueste „Make Some Noise“ Projekt vorgestellt. On Instant Karma: The Campaign to Save Darfur

67 wäre John Lennon 2007 geworden und durch Unterstützung von Yoko Ono. Werden seine Songs nun neu gecovert. Der Erlös der CD kommt der Hilfskampagne von Amnesty International für Dafur zu Gute. Im deutschsprachigen Raum erscheint „Instant Karma: The Campaign To Save Darfur“ am 25. Juni.
Mit dabei sind; Green Day „Working Class Hero“, Christina Aguilera „Mother“,Black Eyed Peas „Power to the People“, The Cure mit „Love“, Avril Lavigne „Imagine“, Matisyahu „Watching the Wheels“,U2 mit „Instant Karma“ uva.

Aus Anlass des internationalen Aktionstags für Darfur haben Film- und Musikstars wie George Clooney, Elton John und Mick Jagger die Weltgemeinschaft zu einem „entschiedenen Vorgehen“ gegen die in Sudans Krisenregion begangenen „Gräueltaten“ aufgerufen.

In London waren zu dem Aktionstag Kundgebungen vor der sudanesischen Botschaft und dem Büro von Premierminister Tony Blair geplant. Zu den Veranstaltern gehören unterschiedliche Organisationen, darunter Amnesty International und Human Rights Watch.

Hourglass protest on Darfur

Der Sudan hat einer Stationierung von Kampfhubschraubern und UN-Soldaten in Darfur zugestimmt.Sudan widersetzte sich in der Vergangenheit, der Stationierung von sechs Kampfhubschraubern.In der Region kämpft eine arabische Reitermiliz gegen schwarzafrikanische Rebellengruppen.

John Negroponte, der stellvertretende US-Außenminister hatte zuvor den Sudan bei einem Besuch in Khartum nochmals aufgefordert, die Menschenrechte in Darfur zu garantieren. Er warf der sudanesischen Regierung vor, die arabische Reitermiliz Dschandschawid aktiv zu unterstützen.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon versprach eine möglichst schnelle Stationierung. Allerdings dürften Monate vergehen, bis die Einheit den Menschen in Darfur zu Hilfe kommen könne. Der Sudan verlangte das es sich bei den UN-Truppen um afrikanischen Truppe unter afrikanischem Kommando handeln sollte,so der sudanesische UNO-Botschafter Abdalmamud Abdalhaleem .

Aber werden weitere 3000 UN-Soldaten die Lage verbessern ? In Darfur sind momentan 7000 AU-Soldaten stationiert. Diese schlecht ausgestatteten Streitkräfte haben bislang es nicht geschafft, die Gewalt in der Provinz in der größe von Frankreich zu stoppen.
Helfen da weitere 3000 UN-Truppen unter AU Befehlsgewalt, einige sagen Nein sieht man die bisherige Erfolgsbilanz der AU Truppen nach 3 Jahren.

Links zum Thema:
Vergrößerte Darfur-Truppe kaum effektiver
Khartum hat schon oft heute Ja und morgen Nein gesagt

Seit 2003 ist Darfur im West-Sudan in einen tödlichen Konflikt verwickelt. Mehrere hunderttausend Menschen sind getötet oder schwer verletzt worden. Über zwei Millionen Menschen sind vertrieben und leben in Auffanglagern im Sudan oder in Flüchtlingslagern im Tschad; über 3,5 Millionen Menschen sind abhängig von internationaler Hilfe, um zu überleben.

Menschenrechtsaktivisten sind dabei, den makabren vierten Jahrestag des Darfurkonfliktes mit weltweiten Demonstrationen zu begehen. Globe for Darfur, eine internationale Gruppe von Nicht-Regierungs Organisationen, organisiert ihren dritten internationalen Tag der Aktionen für den 29. April.

Der Tag wird an den vierten Jahrestag des Darfurkonfliktes erinnern, der hunderttausenden von Menschen das Leben gekostet und 2,5 Millionen Menschen vertrieben hat. Die Organisatoren erhoffen sich von dem Tag, dass der Notlage der Menschen in Darfur mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und dass die dringenden Maßnahmen der Internationalen Gemeinschaft unterstützt werden, damit Druck auf alle Seiten ausgeübt werden kann, um die Gewalt zu stoppen und die Waffenruhe zu akzeptieren.

Mehr Infos auf den Seiten;
Globe for Darfur
Rettet Darfur
SAVE Darfur