Der türkische Ministerpräsident Erdogan geht davon aus, dass seine Partei bei den Wahlen am 22. Juli als deutlicher Sieger hervorgehen wird. Auch in den Umfragen hatte kommt die religiös-konservative Partei auf bis zu 41 Prozent der Stimmen, womit sie auf einen Koalitionspartner verzichten könnte.

Durch öffentliche Proteste und einen „e-Putsch“ der Armee im Streit um den geplanten von Präsident Ahmet Necdet Sezer flammte der Konflikt Ende April so heftig auf, dass Erdogan vorgezogene Wahlen ansetzte.

Nun möchte der EU-Erweiterungskommissar Rehn in den Beitrittsgesprächen mit der Türkei die Zusammenarbeit im Energiesektor ausbauen.

„Die Beitrittsverhandlungen sind ein geeignetes Mittel, die Kooperation zwischen der EU und der Türkei auf dem Energiesektor zu verstärken.“via Basler Zeitung

Warum die Eile ?

Die geplante Gaspipeline Nabucco bei dem der Iran und auch Turkmenistan jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas mit der geplanten Gaspipeline Nabucco über die Türkei nach Europa liefern. Der österreichische Energiekonzern OMV will mit der Nabucco-Pipeline Europa Gasvorkommen vor allem im Iran zugänglich machen.
siehe Interview

Angst vor einer russischen Abhängigkeit treibt die EU an. Und lässt so die Türkei in die EU und den Iran mit der EU gute Geschäfte machen.

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