so Walter Mondale in einen Interview des Standard.

Mondale war zwischen 1977 und 1981 der 42. Vizepräsident der Vereinigten Staaten.
Auszüge:

Standard: Soll man Ihrer Meinung nach aus dem Irak rasch oder schrittweise abziehen?Mondale: Keiner weiß die richtige Antwort. Ich halte mich an die Empfehlungen des Baker-Hamilton-Bericht: Abzug aus den direkten Bürgerkriegszonen, aber eine weitere Truppenpräsenz auf Zeit, um die Grenzen zu kontrollieren und al-Kaida im Schach zu halten. Außerdem müssen wir direkte Verhandlungen mit Syrien und Iran aufnehmen.

Standard: Ihr ehemaliger Chef Jimmy Carter spricht von der schlimmsten Außenpolitik der US-Geschichte. Sie auch?

Mondale: Wir stecken in einer tiefen Krise. Der Glaube der Neokonservativen, man könne mit Krieg alle Probleme lösen, hat das Vertrauen in diesen Präsidenten und in die Ehrlichkeit der Regierung erschüttert.

Standard: Aber wird nicht doch etwas vom Unilateralismus zurückbleiben?

Mondale: Der Unilateralismus der Neokons ist bereits tot. Die meisten von ihnen wie Paul Wolfowitz haben die Regierung verlassen. Egal, ob der nächste Präsident Demokrat oder Republikaner ist, die USA_werden zu einer traditionellen multilateralen Diplomatie zurückkehren. Und das hat das schon begonnen.

Schon letztes Jahr fragte ich was aus den Neocons geworden ist; Aus Falken werden Tauben ?

Das aber die „alten“ Freundschaften noch funktionieren zeigt die Nominierung von Robert Zoellick,
einer der schon 1998 ein Vorgehen gegen den Irak unterstützte und in einen Brief des „Project for a New American Century“ an Bill Clinton gefordert hat.

Neben Zoellick hatten u.a. Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz, Richard Perle, Elliott Abrams, Zalmay Khalilzad, John R. Bolton, Richard Armitage und William Kristol diesen Brief unterzeichnet.

Das Mondale eine dauerhafte Truppenpräsenz fordert und wie lange diese dauerhafte Lösung für den Irak aussehen würde zeigt das Modell Südkorea. Dort sind seit 1954 US-Truppen stationiert.

President George W. Bush would like to see a lengthy U.S. troop presence in Iraq like the one in South Korea to provide stability but not in a frontline combat role, the White House said on Wednesday.via Reuters

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